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4. PHILHARMONISCHES KONZERT

Neubrandenburger Philharmonie - Russische Seele - Borodin, Gubaidulina & Rachmaninow

4. Dezember 2020 - 19.30 Uhr

Alexander Borodin: Polowetzer Tänze

Sofia Gubaidulina: „Fachwerk“ für Bajan, Percussion und Streichorchester

Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze op. 45

Solist: Pavlo Hilchenko, Bajan 

Dirigentin: Anna Skryleva

Von russischer Seele

Anna Skryleva, in Moskau geboren und seit 2019 Generalmusikdirektorin am Theater Magdeburg, gastiert mit einem russischen Programm bei der Neubrandenburger Philharmonie.

Die an Orientalismen reichen Polowetzer Tänze aus Alexander Borodins Oper „Fürst Igor“ erfreuen sich im Konzertsaal großer Beliebtheit und geben den Auftakt, gefolgt von einer Rarität: dem Bajankonzert „Fachwerk“ von Sofia Gubaidulina, die zu den erfolgreichsten russischstämmigen Komponisten der Ära nach Schostakowitsch zählt. Das Werk entstand für den norwegischen Akkordeonisten Geir Draugsvoll, der es auch 2009 im belgischen Gent uraufführte. Viel gerätselt wurde über den Titel „Fachwerk“. Für Gubaidulina enthält der Begriff zwei Komponenten. Zum einen steckt darin die handwerkliche Arbeit, die notwendig ist, um die Komposition in Struktur, Form, Architektur und zeitlichem Ablauf zu einem musikalischen Werk zu machen. Zum anderen hat der Begriff eine ästhetische Komponente. Schließlich erfolgte die Fachwerkbauweise von Häusern nicht nur unter statischem Gesichtspunkt, sondern sie verlieh den Gebäuden ja auch ein besonders reizvolles Aussehen. Schönheit und Konstruktion ergeben auch in Gubaidulinas „Fachwerk“ ein künstlerisches Ganzes.

Pavlo Hilchenko ist mit seinen 20 Jahren ein Könner auf dem Bajan, dem russischen Knopfakkordeon. Der gebürtige Ukrainer gewann zahlreiche Wettbewerbe, u. a.  in Litauen, Portugal, Weißrussland und Serbien. Er konnte als Solist für Gubaidulinas Konzert engagiert werden.

Die Sinfonischen Tänze op. 45 sind Sergej Rachmaninows letztes Orchesterwerk. Sie entstanden 1940 in seinem Feriendomizil auf Long Island (New York). In der brillanten Komposition hält Rachmaninow ein wenig (Lebens-)Rückschau, er zitiert aus seiner 1. Sinfonie und auch  die in seinem Schaffen mehrfach verwendete „Dies irae“-Sequenz aus der Totenmesse erscheint zu guter Letzt.

Kosten

Parkett/Rang: 25,-/22,- Euro
Parkett: 3-4. Reihe: 18,-/16,- Euro
Parkett: 1-2. Reihe: 9,-/6,- Euro

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aktuelle Termine

  • 04.12.2020 19:30 - 21:00

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