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10. PHILHARMONISCHES KONZERT

Sinfonisches Saisonfinale - GMD Sebastian Tewinkel dirigiert Werke von Haydn und Mahler

Fr 8.6.2018 - 19:30 Uhr

KONZERTPROGRAMM

Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 26 d-Moll Hob I:26 „Lamentatione“

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Joseph Haydn, einer der Begründer der Gattung Sinfonie, und Gustav Mahler, der der Sinfonik zu spätromantischem Glanz verhalf, bestimmen das 10. Philharmonische Konzert. Das von GMD Sebastian Tewinkel geleitete Programm wird von Haydns Sinfonie Nr. 26 eröffnet, die den Titel „Lamentatione“ („Klage“) trägt. Wie der US-amerikanische Musikologe H. C. Robbins Landon herausfand, werden in dem Werk Melodien aus einem österlichen Passionsspiel zitiert. Von allen übrigen Haydn-Sinfonien ist seiner Ansicht nach keine wirkungsvoller in ihrem unglaublich kräftigem Ausdruck, keine tragischer, keine emotionaler (und daher romantischer) in ihrer Konzeption! Das 1768 entstandene Werk repräsentiert die Sturm-und-Drang-Phase des Altmeisters der Wiener Klassik.

 

Mehr als 100 Jahre liegen zwischen Haydns „Lamentatione“-Sinfonie und Mahlers „Fünfter“, die den Konzertabend mit 70minütiger Dauer und üppigem Orchesterapparat dominiert. Während die Sinfonie zu Lebzeiten des Komponisten auf wenig Verständnis stieß, gehört sie heute zu dessen beliebtesten Orchesterwerken. Zur Popularität der Sinfonie hat nicht zuletzt Luchino Viscontis Film „Tod in Venedig“ (1971)  beigetragen, in dem das Adagietto eine große Rolle spielt. Allerdings hat der zart-verträumte Sinfoniesatz durch Visconti eine Umdeutung erfahren: Während er von Mahler als Liebeserklärung an Alma Schindler gedacht war, dient er in der Verfilmung der Thomas-Mann-Novelle als Chiffre für Trauer und Abschied. - Hatte sich Gustav Mahler in seinen ersten vier Sinfonien musikalisch mehr oder weniger deutlich auf sein Liedschaffen bezogen und somit auch inhaltliche Fährten gelegt, so scheint es sich bei seiner 1904 in Köln uraufgeführten „Fünften“ um absolute Musik zu handeln. Doch auch ohne konkrete Textvertonungen besitzt das hochemotionale, expressive Werk zweifellos eine semantische Ebene. Vom eröffnenden Trauermarsch über  den stürmischen zweiten Satz und das vitale Scherzo mit seinen involvierten Walzerrhythmen bis hin zum weltentrückt-schönen Adagietto und den jubelnden Bläsern im Finale eröffnet sich dem Hörer der gesamte Kosmos menschlicher Existenz. Abrupte Stimmungswechsel suggerieren dabei, dass Freud und Leid nah beieinanderliegen. Mahler lässt die Polyphonie des Lebens zu uns sprechen!


Musikalische Leitung: Sebastian Tewinkel
Mitwirkende: Neubrandenburger Philharmonie

Kosten

Parkett/Rang: 26,-/22,- Euro / Parkett: 3-4. Reihe: 18,-/16,- Euro / Parkett: 1-2. Reihe: 9,-/6,- Euro

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  • 08.06.2018 19:30 - 21:40

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